Gudrun Sander und Ines Hartmann leiten seit Juni 2022 das Competence Centre for Diversity & Inclusion (CCDI) an der Universität St. Gallen im Topsharing. Das Generationentandem trennt ein Altersunterschied von rund 20 Jahren. In unserem neusten Blogbeitrag sprechen die beiden Co-Direktorinnen darüber, weshalb sie von der Einzelleitung ins Topsharing gewechselt sind, welches Potenzial in einem Generationentandem liegt und warum es beim Topsharing at home noch Luft nach oben gibt.
Tandems aus zwei Generationen können äusserst bereichernd und inspirierend sein. Die gezielte Etablierung und Nutzung der Vorteile von Generationentandems scheinen bei Unternehmen allerdings noch nicht im Fokus zu stehen: "Bei Führungstandems aus unterschiedlichen Altersgruppen liegt ein riesiges Potential, das nicht genutzt wird.", äüssert sich Gudrun Sander im Internview kritisch. Diese Aussage lässt sich einreihen in die Ergebnisse der Generationenmanagement Studie der Hochschule Luzern (HSLU): Die "Resultate weisen (...) darauf hin, dass die Wichtigkeit und der Nutzen von Generationenmanagement erkannt wird, jedoch besteht bei den befragten Grossunternehmen bei der Umsetzung der Massnahmen noch sehr viel Luft nach oben und ein grosser bis sehr grosser Handlungsbedarf."
Dass ältere Arbeitnehmende grundsätzlich offen wären für neue Modelle, zeigt die repräsentative Untersuchung der Universität St.Gallen (HSG) im Rahmen des Chancenbarometers 2023. Bei Personen im Vorruhestand und bei den über 65-Jährigen besteht die Bereitschaft, deutlich mehr zu arbeiten, vorausgesetzt die Rahmenbedingungen sind besser ausgestaltet.
Jobsharing ist eines der Modelle, welches den Wissenstransfer und die Zusammenarbeit zwischen den Generationen fördern und gleichzeitig Rahmenbedingungen schaffen kann, die für alt und jung attraktiv sind. Wir freuen uns auf alle weiteren Generationentandems, die folgen!
Herzlich,
Karin & Stephanie
Co-Leiterinnen WEshare1
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