Frieden für Pfoten - Peace 4 Paws e.V. |
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Pfoten - News Nr. 17 Tierschutz in Zeiten von Corona - Ihr Überblick für März 2020 Liebe Leserinnen und Leser, plötzlich ist alles anders, nichts ist mehr, wie es war und unser Leben steht still. Die öffentliche Diskussion und Berichterstattung, aber genauso unser Denken und Handeln werden von Corona bestimmt. Das Positive ist, dass viele von uns zwangsweise 'entschleunigt' werden und Arbeitgeber ihr Misstrauen in das Thema homeoffice ablegen müssen. |
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Das Positive ist aber auch, dass nun offensichtlich wird, wie dramatisch schlecht in unserer Gesellschaft die heute systemrelevanten Berufe z. B. im Einzelhandel oder in der Pflege bezahlt werden. Im Tierschutz können wir dagegen fast ausschließlich mit schlechten Nachrichten aufwarten. Es ist ja nicht so, dass der Tierschutz in Vor-Corona-Zeiten auf Rosen gebettet war. Aber die Dramen, die sich im Tierschutz bereits jetzt im In- und Ausland abspielen, sind ohne Beispiel und erinnern an Verhältnisse vergangen geglaubter Zeiten. |
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Man braucht gar nicht ins Ausland zu schauen, denn auch hierzulande startet gerade eine Welle ausgesetzter Haustiere. Zusätzlich zu den geschätzten 2 Millionen Streunerkatzen, die wir in Deutschland jetzt schon haben, tauchen an den Futterstellen auf einmal wohlgenährte Katzen auf, die bis vor kurzem noch ein Zuhause gehabt haben müssen. |
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'In der Krise zeigt sich der wahre Charakter' so die Worte von Helmut Schmidt. Was wir gerade in Deutschland und in unseren Auslands-Projekten und bei befreundeten Tierschützern erleben, ist an Egoismus, Dummheit und Ignoranz kaum zu überbieten. Befeuert immer wieder durch eine unseriöse, reißerische Berichterstattung in den Medien, die die Viren-Ängste der Menschen in Bezug auf ihre Haustiere noch vergrößern, anstatt aufzuklären. Deshalb auch hier noch einmal: NEIN!! Unsere Hunde, Katzen, Kühe, Pferde, Hamster etc. übertragen den Virus nicht!!!! |
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Es sind bittere Zeiten für alle Menschen, die Tiere lieben. Bitter auch für die Haustier-Besitzer/innen, die ihre Tiere nicht mehr versorgen können, weil sie selber nichts zu essen haben. Übertrieben? Nein, grausame Realität bereits jetzt in vielen Ländern. Zudem wird die Futterbeschaffung im Ausland zur Unmöglichkeit, da Lieferketten unterbrochen sind. Wir werden noch viele Tiere verhungern sehen... als erstes unsere Stadttauben hier in Deutschland... |
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Aber schauen wir nach Griechenland. Bei SCARS in Athen und Eri in Nord-Griechenland haben wir, dank des Futters aus dem Spenden-Marathon erst einmal kein so großes Problem. Nachdem die Helfer/innen von SCARS endlich die offizielle Genehmigung zur Fütterung der Streuner bekommen hatten, stand zumindest der Versorgung im jeweiligen Stadtteil von Athen nichts mehr im Wege. Problematisch ist aufgrund der Ausgangssperre jedoch die Unterstützung befreundeter Tierschützer in der gesamten Region in und um Athen. Lesen Sie dazu den Bericht von Rena auf unserer Homepage (auf der HP oben auf den blauen März-Button klicken). |
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Auch bei Eri in Nord-Griechenland war die Freude riesengroß, als endlich die schriftliche Genehmigung der Behörde kam, dass sie ihre Streuner ganz offiziell weiter versorgen darf. Ein gutes Zeichen dafür, dass Eri offensichtlich schon eine Menge in der Einstellung der Behörden vor Ort bewirkt hat. Jetzt zahlt sich ihr immerwährender Kampf aus und ihre Erleichterung, als die Genehmigung kam, war selbst über die vielen tausend Kilometer Entfernung deutlich spürbar. Diese Fütter-Genehmigung entscheidet -ohne Übertreibung- über Leben und Tod, denn die Streuner finden nichts mehr zu |
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fressen. Die Touristen sind fort, Restaurants, Cafés, Geschäfte, alles ist geschlossen. Somit entstehen keine Abfälle und kein Müll, in denen sich für die Streuner eventuell noch Reste zum Überleben finden. Es gibt jetzt nichts mehr, wirklich ... null-Komma-gar-nichts mehr. Hier auf unserer Homepage mehr lesen. |
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Als gäbe es nicht schon genug Sorgen durch Corona, macht den Hunden in Triantfyllias Shelter zusätzlich das Wetter zu schaffen. Es schneit ohne Unterbrechung oder regnet in Strömen und ist kalt. Das so wichtige Stroh, welches in den Hundehütten für etwas Wärme und Behaglichkeit sorgt, geht zur Neige. |
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Neue Strohballen sind für kein Geld der Welt zu bekommen, denn die Ausgangssperre verbietet es, loszufahren, um Stroh zu besorgen oder liefern zu lassen! Die schriftliche Ausnahmegenehmigung erlaubt es Triantafyllia lediglich, zum Shelter oder zum Tierarzt zu fahren. Mehr nicht. Ohne die wärmende Einstreu frieren die Hunde noch zusätzlich und müssen, um ihre Temperatur zu halten, auch mehr Futter aufnehmen. Zur Zeit reicht das Futter noch, aber es muss bereits jetzt an Nachschub gedacht werden. |
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Slavica, Serbien Immer wenn man denkt, es geht eigentlich nicht schlimmer, kommt eine Nachricht, die uns erneut fassungslos machte. Man nehme eine Tierschützerin mit diversen gesundheitlichen Problemen, von denen der Diabetes nur eines ist. Die Lage in Serbien ist in der Corona-Krise einfach nur grausam ... für Mensch und Tier und ganz besonders für die Alten und Kranken. Nur eine einzige Nachbarin hat bisher Hilfe angeboten und gewährt! Ansonsten hilft niemand, obwohl allen sehr wohl bekannt ist, dass unsere Slavica sehr krank und gefährdet ist! |
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Slavica hat große Angst um ihre Tiere und die Streuner, die sterben würden, wenn sie und ihre Mutter ins Krankenhaus kämen oder schlimmeres geschieht. Eine kleine private Unterstützgruppe hat sich für Slavica auf Facebook zusammengefunden. Die ersten Pakete mit überlebenswichtigen Dingen sind bereits auf dem Weg. |
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Und das ist der Lichtblick in dieser dunklen Zeit ... nicht nur für Slavica und ihre Mutter. Auch für uns, denn es macht Hoffnung, dass es in unserer Gesellschaft nicht nur Ignoranten und Egoisten gibt. "Wir haben so viel Dankbarkeit für euch, und es erstaunt mich immer wieder, wie ihr "einer verrückten Frau mit Katzen und Hunden", die so weit entfernt von euch ist und die ihr nicht persönlich kennt, helft, um ihr Leben und das ihrer Tiere zu kämpfen."❤ Wir können nicht alle retten, ja. Aber tut es uns selbst nicht gut, wenigstens für diese beiden Frauen zu sorgen? Und diese kleine Welt zu retten? Hier geht es zur Facebook-Gruppe 'Friends for Slavica', in der die private Hilfe organisiert wird. Mehr Infos über Slavica auf unserer Homepage hier. |
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Wie geht es weiter? Während in Deutschland der Hilferuf der Tierheime zumindest noch gehört wird, man - hoffentlich - doch ausnahmsweise auf die Unterstützung der Städte und Gemeinden hoffen darf, stehen die Streuner im Ausland vor dem Hungertod. Ob Griechenland, Rumänien, Serbien - Tierheime existieren nicht, wenn, dann nur Tötungsstationen. Einige wenige private Shelter, deren Betrieb leider nicht mit deutschen Tierheim-Verhältnissen vergleichbar ist, versuchen die schlimmste Not im Tierschutz aufzufangen. Mit bescheidenen Mitteln, denn sie sind ausschließlich auf Spenden angewiesen. Und diese Spenden fließen gerade nicht mehr. Der vor Corona schon übersichtliche Spendenfluss ist wie abgeschnitten, überall, auch bei uns. Sicher, die Menschen haben gerade andere Sorgen, wenn Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit vor der Tür stehen. Und so bleibt auch bei uns nur die Hoffnung, dass unsere lieben und treuen Spender/innen uns weiter unterstützen. Jeder Euro zählt und ist wichtig und kann z. B. in unserer 1-Euro-Teaming-Gruppe investiert werden. Was sind hier schon gewaltige Zahlungen für unsere Notfellchen herausgekommen, nur weil so viele Leute eben diesen einen Euro geben. Unsere 1-Euro-Teaming-Gruppe läuft unabhängig von Facebook auf einer seriös betriebenen Homepage für wohltätige Zwecke. Bitte überlegen Sie, ob dieser eine Euro möglich wäre.❤ |
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Neben unseren "großen" Projekten, wie SCARS, Eris und Triantafyllias Shelter, unterstützen wir beständig viele kleine Vereine und Shelter und Einzelkämpfer. Sie alle haben wir in den letzten Tagen noch einmal mit Ihren Spenden bedacht, damit sie sich Notvorräte anlegen konnten oder zumindest ihre Nudeln- und Reisfütterungen zukünftig mit etwas Futter strecken können. Vielerorts haben die Tierhandlungen bereits geschlossen und jeder Tag zählte. Daher wurden in der vergangenen Woche unsere Reserven dafür aufgelöst und alle verfügbaren Konten leer-gefegt. |
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Nichts ist grausamer, als jemandem, dessen Tiere gerade verhungern, mit einem "NEIN" antworten zu müssen. Aber der Albtraum beginnt jetzt erst richtig. Die Spenden werden weiter flächendeckend wegbrechen und dafür der Bedarf vor Ort noch einmal steigen. Helfer, die bereits jetzt zu wenig Versorgung für die Tiere auf der Straße und in ihren kleinen privaten Sheltern hatten, haben dann also noch weniger Mittel und noch mehr Tiere, die in großer Anzahl ausgesetzt werden. |
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Lasst uns bitte weiterhin alle zusammenhalten! Für uns ... für andere ... und für die Hunde und Katzen, die nicht verstehen, warum sie plötzlich auf die Straße geworfen wurden und um ihr Überleben kämpfen müssen. Ein ganz herzliches Dankeschön, an die lieben Menschen, die trotz aller persönlicher Ängste und finanzieller Nöte geholfen haben und auch weiterhin helfen. Wir sind glücklich über jeden Euro, den ihr uns geben könnt. ❤ Und auch ein Danke an diejenigen, die mit lieben, aufmunternden Worten und auch mit Teilen von Beiträgen auf Facebook oder Weiterleiten unserer Newsletter an unserer Seite stehen! Danke❤ Frieden für Pfoten e.V. IBAN : DE 41 4306 0967 1181 4659 00 BIC : GENODEM1GLS Paypal: info@friedenfuerpfoten.org Kennwort Futter |
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Unser Osterzauber ... ist voll im Gange und hat trotz Corona-Krise schon einige Euros für die Notfelllchen gebracht. Aber diverse Hasen- und Osterdekos warten noch auf ein neues Zuhause, genauso wie Katzen-Ü-Eier der besonderen Art. Und selbstverständlich ist auch Daniela mit wunderschönen neuen Kreationen dabei. Unser Osterzauber findet dieses Jahr im Charity-Market auf Facebook statt. Weitere Infos hier auf unserer Homepage |
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Facebook-Gruppen Alles aufzuschreiben, was uns täglich ‚um die Ohren fliegt‘ ist einfach nicht möglich. Deswegen gibt es auch in diesem Newsletter eine Zusammenfassung der wichtigsten Aktivitäten. Näher am täglichen Geschehen ist man auf unserer Facebook-Vereinsseite oder in diesen Gruppen auf Facebook: Freundeskreis SCARS Freundeskreis Triantafyllia Freunde für Eri |
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Katzen suchen ein Zuhause Leider sind aktuell weder Flüge noch Vorkontrollen möglich. Trotzdem werden wir weiterhin Kätzchen vorstellen, die sehnsüchtig auf ein liebevolles Zuhause warten. So wie Tom und Jerry hier auf unserem Bild. Auf Facebook finden Sie auf der Seite 'Nedde Kübler´s SCARS Katzen' die Alben der Katzen, die auf der Suche sind. Alternativ sind davon auch immer einige auf unserer Homepage zu finden. Sobald es die Situation erlaubt, suchen wir dann auch wieder Flugpaten für die Strecke 'Athen-Deutschland'! |
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🐾 Huhu, ich bin‘s 🐶Kanelos! Ich bin grade sooo glücklich, warum, das erzähl ich euch jetzt mal. Also letzte Woche hab ich eine kleine Spritztour gemacht. Ich bin heimlich in die Patengruppe, die auf Facebook ist, geflitzt (obwohl das total verboten ist, weil ich ja gar keinen Paten habe...). Da wollte ich nur kurz etwas sagen und zack! da hatte ich eine Teilpatenschaft. Ganz unerwartet! So eine coole Überraschung, ihr glaubt ja gar nicht, wie stolz ich jetzt bin! Eine eigene Patin, woooow! |
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Und jetzt wollte ich hier noch kurz fragen, ob von euch jemand mich vielleicht auch totaaaal niedlich findet und die andere Hälfte von der Patenschaft haben möchte. Da bekommt man dann auch eine Einladung in die Patengruppe!!! Fragen kann man ja mal, ich weiß nämlich auch, dass im Moment da draußen alles ganz schön schlimm und schwierig ist... liebe Grüße, und bitte bleibt gesund, euer 🐶Kanelos 🐾🐾 |
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Die Happy End(e)-Geschichten Lust auf schöne Happy Ends in diesen Tagen voll schlechter Nachrichten? Schauen Sie doch einmal auf unsere neue Homepage Seite 'Happy Ends von A-Z'. Die Seite ist zwar noch im Aufbau, enthält aber schon viele schöne Kurzgeschichten zum Freuen. Zum Beispiel die Geschichte von Nelly, der kleinen verängstigten Hündin aus Athen, die heute ein wunderschönes Hundeleben in Deutschland führt. |
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Und zum Schluss hoffen unsere hübsche Gracy und ich, dass Ihnen dieser Rückblick auf die Ereignisse im März gut gefallen hat. Wenn nicht können Sie unseren Newsletter natürlich jederzeit abbestellen, entweder per Mail oder unten auf dieser Seite im Link. Wenn Sie unseren Newsletter abonniert haben oder abonnieren möchten, hier zwei kurze Hinweise: Unser Newsletter erscheint max. 1x/Monat, denn mehr ist einfach nicht zu schaffen. |
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