Chatbots und Large Language Models an der Schule
Seit Weihnachten geht ein Gespenst durch die Bildungslandschaft. Es hat verschiedene Namen wie ChatGPT, Bing AI, Text Shuttle, PhotoMath, GeoGebra, LanguageTools, Perplexity, Smodin, Neuroflash etc. und es kann noch viel mehr als Angst und Schrecken zu verbreiten. Es kann mit einer Engelsgeduld korrigieren, stilistisch verbessern, Regeln erklären, Übungen und Lösungen erstellen und das auch auf Französisch. Diese Entwicklung spielt unserer Unterrichtspraxis an der FOS in die Hände. In den letzten Jahren entwickelten wir den Unterricht weg vom frontalen Erklären hin zum individuellen Begleiten. Schüler:innen werden in die Verantwortung für Ihre Lernprozesse geführt. Die digitalen Helferchen zwingen dabei die Schüler:innen und Lehrpersonen, ein neues und kritisches Bewusstsein für das instrumentelle Lernen zu entwickeln. Sie können nämlich auch Sackgasse und Zeitfresser sein, Quatsch erzählen und auf Irrwege führen. Doch richtig eingesetzt sind sie geduldige Sparringpartner zum Üben. Sie geben ausgezeichnete Rückmeldungen und erklären einen Grossteil des Schulstoffs jederzeit, überall und so oft wie nötig. Das befreit den Schulalltag von mühsamen Lektionen und erlaubt den Lehrpersonen, sich auf die zentralen Aspekte der pädagogischen Arbeit zu konzentrieren, nämlich das nahe und individuelle Begleiten.