Pfingstcamp Stamm Amstetten
Nachdem alle um 9 Uhr eingetrudelt waren, stellten wir natürlich gleich mal unsere Zelte auf. Bei unserem alten Tunnelzelt für die Mädels hatten wir schon die nötige Routine, aber wir haben uns auch eine ganz neue Jurte gekauft. Doch mit vereintem Hirnschmalz war auch das gar kein Problem. Es ging wirklich einfach und schnell und mit seinem geringen Gewicht war es echt toll zu händeln. Wir haben wirklich ausgezeichnet darin geschlafen.
Im Eifer des Gefechts übersahen wir glatt Mittagessen zu kochen. Da kam uns die mega leckere Geburtstagstorte eines unserer Mädels wie gerufen – mal so als Vorspeise. War ja heute ein besonderer Tag 😉 Unsere Calzone Pizzen ließen wir uns natürlich etwas später trotzdem nicht entgehen.
Am Nachmittag hatten wir dann noch ausgiebig Zeit fürs Spielen und dem Beginn für unser AZB Tascherl aus den alten Jeans-Gilets, an denen wir während des ganzen Camps bastelten.
Einer unserer Jüngeren kratzte sich ständig am Hinterkopf und an den Beinen. Oje, er war schon rot und tat uns echt leid. Eine Reaktion auf die Sonne? Er musste von seinen Eltern abgeholt werden und erlebte seine eigene erste Gebetserhörung, denn er kam wieder zurück und hatte keine weiteren Hautprobleme mehr. Danke Jesus! Wir hätten Florian wirklich vermisst!
Nach der Abendandacht bei einem Himmel, als würde es brennen, dauerte es eine ganze Weile, bis alle in ihren Schlafsäcken gekuschelt einschliefen.
Am Sonntag nach der Andacht marschierten wir nach Neuhofen in den Erde-Feuer Garten und genossen danach ein leckeres Kugel Eis. Fürs Ostarrichi Museum hatten wir leider nur kurz Zeit, aber ein bisschen in unsere Geschichte rein schnuppern war trotzdem interessant. Eigentlich hatten wir das Gebäude ja nur betreten, weil wir uns endlich mal eine normale Toilette vergönnen wollten. Dabei gabs gerade „zufällig“ an diesem Tag freien Eintritt und einen Saft gabs obendrauf.
Wieder zurück am Lagerplatz, kochten wir ein richtig gutes Gulasch. Unsere Kundschafter erzählten uns einiges über verschiedene Tiere, natürlich durfte der Fuchs nicht fehlen, immerhin sind wir heuer die Füchse. Doch auch der Wolf wird sehr interessiert betrachtet, sollen sie sich jetzt weiter bei uns vermehren oder haben wir schon genug?
Nach der Abendgeschichte wurden unsere bereits im Jänner selbst gebastelten Fackeln entzündet. Zuerst sehr vorsichtig mit dem nötigen Respektabstand, entpuppten sie sich im wahrsten Sinne des Wortes als richtige Highlights des Camps.
Am Montagvormittag wurden unsere Zelte leider schon wieder abgebaut. Doch es blieb am Nachmittag noch ein bisschen Zeit unser Schloss und den dazugehörigen Schlossgraben zu erkunden. So tauchten wir auch am letzten Tag noch einmal in unsere Geschichte von 995 ein und bestaunten so manches riesige, schwere Schwert und kletterten die Burgmauer hinauf. Ja und natürlich gabs auch hier eine richtige Toilette – nicht alle Dinge im Leben sind immer selbstverständlich 😉
Gerade pünktlich kamen wir zu unserem Platz zurück, um von den Mamas und Papas wieder müde, aber voller neu erlebter Abenteuer, abgeholt zu werden.
Melanie