Frieden für Pfoten - Peace 4 Paws e.V. |
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Pfoten-News Nr. 23 Immer auf dem Laufenden bleiben! Wechselnde Gefühle, überschwängliche Freude, große Trauer, aber auch viele neue Erkenntnisse: Das war unser September. Eine Erkenntnis ist, dass wir es schaffen müssen, dem Thema Kastration noch viel, viel mehr Bedeutung zukommen zu lassen! Da wir in der Vergangenheit bereits intensiv über die zahlreichen Kastrationsaktionen bei SCARS in Athen berichtet haben, stellen wir deshalb heute unsere weiteren Projekte in den Vordergrund. |
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Eri - East Pilio Animal Welfare Unsere unermüdliche Kämpferin in den Bergen von Pilio (Nordgriechenland), stellt gerade neue Rekorde in Sachen Kastrationen auf. Jeden Tag ist Eri auf den Straßen unterwegs, um die Streuner mit Futter zu versorgen - klar. Dazu sammelt sie immer wieder kranke und verletzte Hunde auf, die zum Tierarzt müssen und von ihr gesund gepflegt werden. Aber ganz wichtig! Es vergeht keine Woche, ohne Hunde und Katzen, die von ihr zur Kastration gefahren werden. Und wir können glücklich verkünden, dass nun auch die Rüden und Kater vermehrt kastriert werden können! |
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Eri ist extrem hartnäckig, das haben wir ja schon oft erlebt, wenn sie ihre ‚Kämpfe‘ mit den Behörden führt. Und so hat sie es geschafft, dass die regionale Behörde immerhin die Kosten für die Kastrationen von weiblichen Hunden und Katzen übernimmt. Ein grandioser Erfolg! Und ein erstes Zeichen für ein Umdenken, das Eri in dieser Region langsam aber sicher in Gang gesetzt hat. |
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Ok, fehlen aber die männlichen Tiere. Was tun, denn unsere Vereinsfinanzen geben so umfangreiche Kastrationsaktionen einfach nicht her. Unsere Möglichkeiten reichen gerade, um ab und an Futterunterstützung zu geben. Aber dann die große freudige Überraschung, denn die ‚Erna und Paulina Schuster-Stiftung‘ stellte uns eine großzügige Spende für Kastrationen zur Verfügung. Wir sind unendlich dankbar, dass wir mit dieser Unterstützung die Kastrationen bei Eri jetzt massiv unterstützen können! Eri hat bereits losgelegt und in der Facebook-Gruppe erreichen uns fast täglich Kastrationsbilder, die uns alle und natürlich Eri unendlich glücklich machen. |
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Wir hoffen so sehr, dass wir es mit Hilfe dieser wundervollen Stiftung schaffen, die Streunersituation in der gesamten Region Pilio in den Griff zu bekommen. Das wäre der absolute Hit! Eri hat dieses Ziel klar vor Augen! Und wir wissen ja, wenn Eri ein Ziel verfolgt, lässt sie nicht locker. |
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Es ist so schade, dass dieses wichtige Thema 'Kastration' nicht mehr Aufmerksamkeit erhält. Denn nur, wenn die unkontrollierte Vermehrung eingedämmt wird, kann überhaupt das Elend der Straßentiere verringert werden. Futter und medizinische Behandlung sind wichtig, aber werden schnell ein Fass ohne Boden, wenn immer mehr Jungtiere nachkommen. Dennoch erhalten unsere Artikel zu diesem Thema leider wenig Resonanz. Sie werden auf Facebook nur wenig geteilt, das Spendenaufkommen ist entsprechend gering. Aber wir lassen nicht locker und stellen das Thema immer wieder in den Vordergrund. Nur mit Kastrationen kann sich etwas nachhaltig ändern und wächst nicht immer und immer wieder neues Elend nach. |
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Denn wenn man bedenkt, dass eine einzige Hündin schon bei einem einzigen Wurf bis zu 10 Welpen auf die Welt bringen kann, ist es leicht hochzurechnen, was das für die Streunerpopulation bedeutet. Selbst wenn die Welpen nicht alle überleben, enden sie wie ihre Mütter als zusätzliche Streuner, die krank und ausgemergelt nach Futter suchen, angefahren werden oder an Vergiftungsaktionen sterben. Krankheiten, Inzucht, Hunger und Elend sind vorprogrammiert. Diese Spirale des Elends wollen wir unterbrechen, das ist unser oberstes Ziel. Bitte schauen Sie unser Video an, das sich zwar mit dem Elend der Katzenpopulation beschäftigt, aber die Situation bei Streunerhunden ist im Grunde die Gleiche. |
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Triantafyllia Auch bei Triantafyllia wissen wir nicht so recht, wann sie eigentlich schläft. Wenn wir in einem ‚übersichtlichen‘ Satz über die Versorgung der Shelter- und Streunertiere schreiben, verbirgt sich darin ein unglaublicher Zeit- und Arbeitsaufwand. Alleine die Fütterung von 150 Hunden dauert schon eine Weile und dies ist sicher der angenehmste Teil ihrer täglichen Aufgabe. Die Näpfe müssen regelmäßig gereinigt werden, genauso wie die Gehege täglich von den ‚Häufchen‘ befreit werden und natürlich brauchen die kranken Hunde jeden Tag ihre Medikamente. Zum Abschluss eines Tages steht dann die Fütterung der Streuner in der Stadt Ptolemaida und der ländlichen Gegend drumherum an. |
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Dazwischen bringt Triantafyllia immer wieder Shelter- oder Streunerhunde regelmäßig zum Kastrieren. Dank einer lieben anonymen Spenderin konnten in der Vergangenheit unglaublich viele Hunde kastriert werden. Ein dickes Dankeschön ❤ Es wurden so viele Hunde im Shelter kastriert, das hätten wir mit unserem Spendenaufkommen niemals finanzieren können! |
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Nun kann Triantafyllia nahtlos anknüpfen und unser Tito ist der erste Hund, der jetzt aus den Mitteln der Stiftung kastriert werden konnte. Weitere werden folgen, denn auch im Shelter sind immer noch nicht alle Hunde kastriert und in der Stadt Ptolemaida steht ebenfalls noch viel Arbeit an. Auch hier gibt es eine Vision und die lautet, alle Hunde im Shelter und in Stadt bzw. Umland von Ptolemaida zu kastrieren. |
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Denn das Elend außerhalb ihres Shelters ist sehr groß. Diese arme Seele fand Triantafyllia im Feld. Unerwünscht, ausgesetzt und natürlich nicht kastriert. Ein ehemaliger Besitzerhund. Er heißt jetzt Paul und wird von Triantafyllia liebevoll aufgepäppelt.Das Aussetzen von Hunden ist in Griechenland verboten und strafbar, aber was nützt es, wenn die Tiere nicht gechippt sind. |
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Die Beweggründe sind immer die Gleichen. Entweder haben die Tiere als Wach- oder Jagdhunde ausgedient oder sie verursachen zu viele Kosten, weil sie alt oder krank sind. Die Hunde leben in der Regel nicht im Haus ihrer Besitzer, so wie man das hier in Deutschland kennt. Vor allem große Hunde werden mehr als Nutztiere angesehen, die ihren Job zu erledigen haben. Deshalb leben sie entweder vor der Tür, innerhalb eines mehr oder weniger umzäunten Grundstücks oder an der Kette. Diese Art der Tierhaltung begünstigt natürlich die unkontrollierte Vermehrung, da die |
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wenigsten Besitzer ihre Hunde kastrieren lassen. Angekettete Weibchen können nicht einmal weglaufen, wenn ein unkastrierter Rüde naht ... Dass mit dem Halten eines Tiers eine Verantwortung übernommen wird, ist im Bewußtsein der Bevölkerung noch nicht vollständig angekommen. |
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Laura Fincu – Sache Foundation Will man das Problem der Streunerhunde grundsätzlich lösen, muss man es von zwei Seiten angehen. So wie es von Laura in Rumänien umgesetzt wird. Auch in Rumänien sind die vielen freilaufenden, unkastrierten Besitzerhunde das Kernproblem und tragen maßgeblich zur rasanten Vermehrung bei. In Rumänien gilt seit 2014 eine Kastrations-, Registrierungs- und Kennzeichnungspflicht, aber was nützt es, wenn sich ein großer Teil der Bevölkerung das nicht leisten und (oder mangels Transportmöglichkeit) nicht umsetzen kann. Man kann so viele Streunerhunde einfangen und kastrieren wie man will, so lange immer weiter ungewollter ‚Nachschub‘ von den Besitzerhunden produziert wird, ist es eine Spirale ohne Ende. |
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Deshalb kämpft Laura mit ihrer ‚Sache Vet Clinic‘ und ihrem Kastrationsmobil bei jeder Kastrationsaktion an diesen zwei Fronten gleichzeitig. Regelmäßig bietet sie Kastrationsaktionen für Besitzerhunde an, die erfreulicherweise mit zunehmender Tendenz von den Tierhaltern in Anspruch genommen werden. Da sich viele verantwortungsbewusste Hunde- und Katzenbesitzer die Kosten von 30€ nicht leisten können, versucht sie über ihren Verein ‚Sache Foundation‘ dafür Spenden zu bekommen. Denn es ist ja keinem gedient, den Tieren schon gar nicht, wenn sie diese Menschen wieder |
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nach Haus schicken muss. Die Armut in Rumänien, vor allem in den ländlichen Regionen ist unfassbar groß, und dass Spenden für diese Kastrationsaktionen immer an den richtigen Stellen ankommen, darauf wird von Laura und ihrem Team sehr akribisch geachtet. |
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Die Kastrationsaktionen vor Ort finden soweit wie möglich in Zusammenarbeit mit den regionalen Tierärzten statt und müssen sorgsam geplant werden, denn die zu kastrierenden Tiere müssen zum Zeitpunkt X alle pünktlich vor Ort sein. Sowohl die Besitzer als auch die Streunerhunde. Viele freiwillige Helfer/innen müssen (über regionale Vereine) organisiert werden, für das Einfangen, die Betreuung und die Nachsorge. Auch muss bedacht werden, dass es in Rumänien verboten ist, eingefangene Hunde wieder auf die Straße zu setzen. Deshalb müssen freie Plätze in Sheltern oder Pflegestellen organisiert werden, die die Hunde nach der Kastration aufnehmen und auch die Nachsorge übernehmen. Was gar nicht so selten ist: Es finden auch Adoptionen statt, wenn tierliebe Anwohner ‚ihre‘ Streunerhunde oder -katzen vorbeibringen und anschließend gleich offiziell (gechippt und registriert) behalten. |
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Ein großes Problem bei jeder Kastrationsaktion ist - wie bei den Katzen-, dass viele Hunde entweder verletzt, behindert oder sehr krank sind. Häufig kann deshalb nicht sofort kastriert werden und die Hunde müssen erst einmal gesund gepflegt werden. Wofür es leider nur wenige qualifizierte Pflegestellen gibt, die Platz haben. Laura hat in ihrer Klinik bisher nur wenige Plätze, um solche Tiere aufzunehmen. |
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Ein unrühmliches Kapitel sind in Rumänien die Tötungsstationen, die nach wie vor existieren. Die Tötung von Streunern ist zwar nur in Ausnahmefällen erlaubt, jedoch werden diese Ausnahmen sehr weit ausgelegt, denn es verdienen zuviele Menschen daran mit. Die Fangprämie von 50€ ist für die Hundefänger ein lohnendes Geschäft, die Fangmethode mit Schlinge für die Hunde extrem brutal. Nach 14 Tagen werden die Hunde getötet, wenn sie bis dahin nicht verhungert, verdurstet, von ihren Zellengenossen totgebissen oder an Krankheiten verstorben sind. Wobei die Tötungsmethode von Erschlagen, Vergasen bis hin zu Giftspritzen ins Herz reicht. Ohne Narkose versteht sich. Nicht schön zu lesen? Stimmt. Soll ich es hier verschweigen? Ist es nicht angemessen, darüber zu schreiben? Ich denke doch! Denn zum einen kann die Wahrheit an dieser Stelle nicht verschwiegen werden und zum anderen sind gerade vor diesem Hintergrund Kastrationen extrem wichtig und das einzige Mittel, um diesen Sumpf menschlicher Barbarei, Korruption und Geschäftemacherei in den öffentlichen Sheltern auszutrocknen. |
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Kastration und nochmals Kastration: Denn wir wollen solche Bilder nicht mehr sehen. Bilder, wie hier von Eri, die uns jedesmal das Herz brechen. Bilder, die mit Hilfe von Kastrationen gar nicht erst entstehen würden. Weitere Infos und das Video zum Thema Kastrationen finden Sie auf unserer Website. |
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SCARS Paletten… es kamen wieder wunderbare Paletten an. Zum einen aus unserer wunderbaren Community, die viele, sehr spezielle Dinge für SCARS gesammelt hat, die es in Griechenland gar nicht oder nur zu völlig überhöhten Preisen zu kaufen gibt. War das eine Freude, als die zwei Paletten mit dringend benötigten Hilfsmitteln eintrafen. Hier die ganze Geschichte lesen. |
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Und dann gleich nochmal große Freude, denn die liebe Gabi Kames von der Tierhilfe Niederrhein hat unglaubliche 8 Paletten mit hochwertigem Futter für SCARS organisiert! Bitte schauen Sie sich diese Aktion in unserem YouTube-Video an. Hier ist der Link | | |
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Übrigens: Unser YouTube-Kanal ist brandneu. Nachdem wir zum alten Kanal keinen Zugang mehr hatten, haben wir einfach neu gestartet! Fast alle alten Videos konnten wir wiedereinstellen und werden natürlich auch neue Videos erstellen, was allerdings immer seine Zeit braucht. Wir freuen uns über neue Abonnenten! Vorteil: Sie erhalten neue Videos unmittelbar auf Ihr Handy, ohne sich auf Facebook anmelden zu müssen. Und der Text aus den Facebook-Posts wird unter den Videos eingestellt. |
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Kurzinfos mit Links Wie geht es eigentlich Meribelle, unserem geretteten Eselchen? Hier lesen Wir sammeln jetzt schon Pakete für Weihnachten. Hier über unsere Weihnachtsaktion 2020 lesen. ‚Platz schaffen mit Herz‘ - Klamotten sammeln für einen guten Zweck. Noch stehen wir gut da, aber Hilfe brauchen wir bestimmt noch! Hier informieren Die letzte Amazon Smile-Überweisung hat uns immerhin 123 Euro auf unser Konto gebracht. Gerade jetzt, wo die Weihnachtseinkäufe losgehen, wäre es toll, wenn unser Vereinskonto davon mitprofitieren könnte. Es kostet Sie rein gar nichts – nur einen kleinen Mausklick. Bitte hier informieren. |
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Ein Nachruf an einen wunderbaren Menschen Dieser September begann mit einer unendlich traurigen Nachricht, es war die Nachricht über den Tod von Uli Stein. Mit ihm ist ein großer Freund der Tiere und tatkräftiger Unterstützer vieler Tierschützer, so auch unseres Vereins, viel zu früh verstorben. Manche Menschen berühren unsere Seelen, obwohl wir sie nie persönlich kennenlernen durften. Es gibt so viele Schlagzeilen über Menschen, die einfach nur laut sind. Die wirklich Großen unter uns, die wirken meist ganz selbstverständlich und im Stillen. Aber die Spuren, die sie hinterlassen, bereiten den Pfad für das wirklich Wichtige im Leben. Seine Stiftung, sein Lebenswerk, die ‚Uli Stein-Stiftung für Tier in Not‘ wird weitergeführt. Und so wird er mit uns und mit den Tieren weiterleben. Wir sind sehr traurig, aber die Erinnerung an ihn wird bleiben. |
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Und zum Schluss ... hoffen Junis und ich, dass Ihnen unser Rückblick gut gefallen hat. Junis möchte Sie darauf hinweisen, dass Sie unsere Pfoten-News natürlich jederzeit abbestellen können, entweder per Mail oder unten auf dieser Seite im Link. Junis passt gut auf, dass alles seine Richtigkeit hat. Aber nicht nur deswegen ist es hinsichtlich Ihrer Daten für uns selbstverständlich, dass wir Ihre Daten nicht an Dritte weitergeben! |
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Wir haben die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) umgesetzt und benötigen zur Anmeldung auch lediglich ihre Emailadresse und einen Namen. Mit "wir" sind in diesem Fall unsere Erste Vorsitzende, Bettina Marie Schneider, und ich, also Claudia Utz, gemeint. Weitere Personen haben keinen Zugang zu den Bereichen Newsletter und Kontaktformular/ Email-Beantwortung. Wenn Sie unseren Newsletter (also die Pfoten-News) abonniert haben oder abonnieren möchten, hier ein kurzer Hinweis: Die Pfoten-News erscheinen max. 1x/Monat, denn mehr ist einfach nicht zu schaffen. Wir freuen uns über jeden neuen Abonnenten, genauso über Rückmeldungen oder Fragen. Nehmen Sie gerne Kontakt zu mir/uns auf! Eure/Ihre Claudia Utz |
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Wenn Sie unsere vielen Kitten und Welpen unterstützen oder etwas zu unserem Notfalltopf beisteuern möchten: Frieden für Pfoten e.V. DE41 4306 0967 1181 4659 00 GENO DEM1 GLS Paypal info@friedenfuerpfoten.org oder in der Frieden für Pfoten - 1 Euro-Teaming-Gruppe |
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